Wir müssen umdenken
Die jetzige Generation lebt in punkto Energie auf Kosten des Nachwuchses. Es wird Zeit, umzudenken – die Alternative heißt Solar.
Der Treibhauseffekt hat Folgen.
Wir sitzen in der Klemme: Einerseits wollen unseren Lebensstandard nicht reduzieren, andererseits wissen wir auch, dass wir so wie bisher nicht weiterwirtschaften können. Die Fakten der Klimatologen sprechen eine deutliche Sprache: Die Erde erwärmt sich seit Jahrzehnten; mitverantwortlich ist der Ausstoß an Treibhausgasen, darunter vor allem Kohlendioxid, kurz CO2. An diesem Anstieg haben wir alle fleißig mitgewirkt durch das Verbrennen von Öl, Kohle und Gas.
Gletscher ade, Inseln Land unter
Als Folge des Klimawandels schmelzen die Polkappen und in den Alpen die Gletscher, der Meeresspiegel steigt, Stürme treten häufiger auf, die Vegetationszonen verschieben sich. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, kurz DIW, veranschlagt die Kosten durch den Klimawandel auf rund zwei Billonen Dollar – immer vorausgesetzt, dass wir nicht gegensteuern.
Sommer 2003 als Vorgeschmack
Hitzewellen wie die vom Sommer 2003 werden, wie Forscher der ETH Zürich und des Wetterdienstes MeteoSchweiz prognostizieren, kontinuierlich zunehmen. Gegen Ende des Jahrhunderts, von 2070 bis 2100, sollen sehr heiße Sommer dann eher die Regel sein als die Ausnahme. „Unsere Modellrechnungen zeigen, dass ungefähr jeder zweite Sommer gleich warm oder wärmer ausfallen dürfte als jener von 2003, der um fünf Grad über dem langjährigen Mittel lag“, berichtet ETH-Klimatologe Christoph Schär.
Wenn wir effizienter mit Energie umgehen und verstärkt erneuerbare Energien nutzen, lösen wir das Klimaproblem und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Es ist eben doch möglich, wachsende Nachfrage und Kohlendioxid-Emissionen zu entkoppeln.
Sonnenpotential schier unerschöpflich
Mit der Sonne haben wir eine Energiequelle, die den Bedarf der Weltbevölkerung problemlos decken könnte. Schätzungen gehen davon aus, dass die Sonne allein in einer Stunde mehr Energie auf die Erde abstrahlt, als die gesamte Weltbevölkerung in einem ganzen Jahr beansprucht.
Jährlich 20 Milliarden Euro sparen
Die Aktionsgemeinschaft „Unendlich-viel-Energie“ schätzt, dass die Solarbranche „den nationalen Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxyd (CO2)-Ausstoß in fünfzehn Jahren um 270 Millionen Tonnen jährlich reduzieren und Deutschland jedes Jahr Öl-, Gas- und Kohleimporte im Wert von 20 Milliarden Euro ersparen“. Deutschland, kein Sonnenland? In nur acht Minuten trifft in Deutschland so viel Energie durch Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche, wie wir in Industrie, Haushalte und Verkehr zusammen in einem Jahr verbrauchen.
Quelle: Focus






